Controller Dialog 2018

15. Juni 2018 in Berlin

AUF DEM WEG ZUM BUSINESS-PARTNER
Nicht alle CEOs sehen Controller als Sparring-Partner

Während Professoren den Controller weniger als Zahlenknecht, sondern deutlich mehr in der Rolle eines Sparringpartners des Managers sehen möchten, scheinen nicht alle CEOs im Mittelstand diesem Wunsch uneingeschränkt folgen zu wollen, wie die Diskussionen beim diesjährigen Controller-Dialog in Berlin zeigten.

Angesichts der Tatsache, dass 60% aller Insolvenzen im Mittelstand sich auf strategische Fehler zurückführen lassen, war man sich aber darin einig, dass es vielen mittelständischen Unternehmer an Hilfestellungen für strategische Entscheidungen fehle. Die Höhepunkte der von der bekannten SAT1-Fernsehmoderatorin Gaby Papenburg moderierten Veranstaltung, an der u.a. Vertreter der Firmen DKB Finance, Thomas Sabo, Soennecken und Tropical Islands teilnahmen, sind in der Video-Zusammenfassung unten zu sehen zu sehen.


Die von SWOT Controlling vor drei Jahren initiierte und vom Kompetenzcentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM wissenschaftlich begleitete Veranstaltung "Controller-Dialog" richtet sich an Controllingverantwortliche im deutschen Mittelstand. „Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder, wie wichtig, der offene kollegiale Austausch auf Augenhöhe ist“, sagt der SWOT-Geschäftsführer Maik H. Lais. „Gerade Themen wie die Digitalisierung verändern die Anforderungen an die Unternehmensführung im ambitionierten Mittelstand ungemein. Da mag man in der Produktion vielleicht schon 4.0 haben, aber was nutzt das, wenn die Steuerungssysteme in der Verwaltung gerademal auf Status 1.0 sind“.


Das war der Controller Dialog 2018.

Es war kurzweilig und sehr belebend, als Axel Bublitz (DKB Finance, CEO), Bernd Dominsky (Thomas Sabo, Group Finance Director), Jens Pietsch (Soennecken eG, Leiter Handelscontrolling), Michael Scherrer (Caterna Vision, CEO), Sven Zumkley (Tropical Islands, Finance Director) und Prof. Dr. Holger Wassermann über die neuesten Thesen der Wissenschaft und den Rollenwandel des Controllers diskutierten. Es moderierte die bekannten SAT1-Fernsehmoderatorin Gaby Papenburg.

 



Die Interviews

 

 

Axel Bublitz, CEO DKB Finance GmbH, auf die Frage hin, wie er die Rolle des Controllers als "agent provocateur" versteht und ob dieses Rollenverständnis in der Praxis eher mehr für die Abteilungsleiterebene und weniger für das Top-Managementebene ein Modell sein könnte.

 

 
Bernd Dominsky, Group Finance Director Thomas Sabo, auf die Frage hin, ob die Rolle des "agent provocateur" oder "change agent" nicht gegen das Primat der strikten Trennung von der Ergebnisverantwortung des Managements und der Transparenzverantwortung des Controllers verstößt und wie man gegebenenfalls dennoch auf das Management Einfluß nehmen kann.

 

 

Prof. Dr. Holger Wassermann, KCE der FOM, auf die Fage hin, ob der Dialog zwischen Controlling-Wissenschaft und -praxis Früchte trägt und wie es sich für ihn anfühlt, wenn Praktiker seine wissenschaftlichen Thesen zerlegen

 

 

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Schauen Sie sich die Highlights des Controller Dialog 2017 an:

Controller Dialog 2017

18. und 19. Mai 2017 in Berlin

In letzter Zeit wird viel über neue Entwicklungen im Controlling gesprochen: Es müsse bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen von Anfang an mit am Tisch sitzen, in Entscheidungsprozesse einbezogen werden und so zeitnah wie nur möglich berichten. Das Controlling müsse schneller werden, denn in Zeiten von Terror, Trump und Brexit löse das eine Szenario schnell das andere ab. Das war der Controller Dialog 2017!

 

 

Controller Dialog 2017 - Das Event in der Zusammenfassung

Der Controller Dialog war auch dieses Jahr wieder ein Erfolg.
Wir durften mit Ihnen zwei fachlich wertvolle und angenehm sommerliche Tage verbringen, die für uns nicht nur eine erfolgreiche Neuauflage des Controller Dialog 2016 waren.
Vielmehr sehen wir die Veranstaltung mit einer um 50% gestiegenen Teilnehmerzahl gegenüber dem letzten Jahr am Anfang einer erfolgreichen Eventreihe, auf der wir Ihnen, den Teilnehmern, jedes Jahr den größten Outcome bieten möchten. Mit interessanten Vorträgen erfahrener Referenten aus Hochschule und Praxis sowie den neuesten Trends aus der Welt des Controllings möchten wir ein Zentrum für gewinnbringenden Austausch zwischen Controllern schaffen. Daher hoffen wir, Sie auch im nächsten Jahr wieder in Berlin empfangen zu können, zum Controller Dialog 2018.


Die Vorträge

Vom „Zahlenknecht“ zum „Entscheidungsunterstützer“ – das Rollenbild des Controllers im Wandel
Maik H. Lais, SWOT Controlling GmbH

In letzter Zeit wird viel über neue Entwicklungen im Controlling gesprochen:  Es müsse bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen von Anfang an mit am Tisch sitzen, in Entscheidungsprozesse einbezogen werden und so zeitnah wie nur möglich berichten. Das Controlling müsse schneller werden, denn in Zeiten von Terror, Trump und Brexit löse das eine Szenario schnell das andere ab. Kein Zweifel, die situativen Anforderungen verändern sich und damit  auch die erwarteten Skills – Kommunikation wird für Controller zu einem Schlüsselbegriff.

Herzlich willkommen zum Controller Dialog 2017!

Status Quo der Unternehmenssteuerung und Effektivität von Controllingprozessen im ambitionierten Mittelstand
Prof. Dr. Roland Wolf

Die großen DAX-Tanker werden auf oberster Unternehmensebene im Schnitt mit zwölf KPIs gesteuert. Rund zehn Tage dauert die Erstellung eines Monatsberichts. Kein Wunder, dass rund die Hälfte einen Vorabbericht zum Monatsbericht erstellt. Nur 10 Prozent bildeten aber das Geschäftsmodell hinreichend in Kennzahlen und im Reporting ab, sagen die Kapitäne und Offiziere. Und auch nur ein Viertel von ihnen ist mit dem Zukunftsbezug des Reporting zufrieden. Und wie sieht das alles im Mittelstand aus? Wir haben nachgefragt.

Unternehmenswerte entwickeln – und was Controlling hierzu leisten kann
Mark Walther, Walther Management GmbH

Geschäftsmodelle entwickeln und Restrukturierungskonzepte umsetzen: Ob mit Hilfe strategischer Neuausrichtung, Ausbau bestehender oder Erschließung neuer Geschäftsfelder – ohne transparenzschaffende Maßnahmen wie Controlling, Management-Informationssysteme und Business Intelligence sind solche Entscheidungen reine Blindflüge. Aber zunächst stellt sich die Frage, an welchen Hauptstellhebeln angesetzt werden kann, um innerhalb von drei Jahren den Unternehmenswert deutlich zu steigern.

Mehr Ertrag – weniger Risiko – mehr Wert. Instrumente des Controllings zur Kapitalbeschaffung
Michael D. G. Wandt, Bundesverband Kapital für den Mittelstand e.V.

Ob alternative Finanzierungsformen, Wachstum durch Fördermittel oder Schonung der Liquidität für Investitionen. Wenn es um Fragen der Kapitalbeschafung geht, ist vor allem das Controlling gefragt. Die Controllingaufgabe der Liquiditätssicherung betrifft eine ausreichende Finanzierung genauso wie ein professionelles Abrufmanagement bei Zuschüssen und anderen Fördermitteln. Michael Wandt gibt tiefere Einblicke in die Rolle des Controllings, wenn es um Fördermittel geht. Über 30 Jahre Erfahrung zeigen: Wachstum darf nicht an Kapital und Kapital nicht an Sicherheiten scheitern.

Lebenswerke schaffen – Start up Controlling
Jürgen Dörmeier, Kinematics GmbH

Die Entwicklung? Noch unklar. KPIs? Noch genauer zu definieren. Cash-Burn-Rate? Beeindruckend! Auch an erfahrene Controller stellen Start-ups hohe Anforderungen, da gerade bei ihnen hohe Flexibilität gefragt ist und das bei kaum vorhandenen Erfahrungswerten, dafür aber umso mehr Sondereinflüssen und Einmaleffekten. So ist es nicht verwunderlich, dass neben den klassischen BWL-Kennzahlen je nach Branche noch weitere KPIs hinzukommen. Jürgen Dörmeier hat viele Start-ups begleitet, und obwohl Start-ups sehr unterschiedlich sind und die Steuerungsmechanismen sich von Branche zu Branche stark unterscheiden, sind die Grundproblematiken oft sehr ähnlich. 

Sozial-Controlling: Wenn Umsätze und Fördermittel auf Jahre durch Kostenträger und Gesetze gedeckelt sind
Gabriele Heller & Bernd Blessing, Heller-Consulting GmbH

Auch in der Sozialwirtschaft müssen Sachkosten und interne Prozesse verstärkt in den Fokus des Controllings rücken.   Die Anwendung moderner Controlling-Instrumente im Einkauf, wie zum Beispiel die Steuerung der Supply Chain, mehrschichtige ABC-Analysen oder die Optimierung der Beschaffungsprozesse und Abläufe mittels „Purchase to pay“, ermöglichen dem   Controlling die Sachkostenreduzierung, mit einem Schwerpunkt auf Transparenz und Compliance.  

Aus der Welt des dynamischen Reportings
Johann Wiesmüller, Target Consulting

Wie wirkt sich der digitale Wandel auf das Controlling aus? Wie verheiratet man das SWOT Data-Warehouse mit MS Reporting-Services und dies wiederum mit MS Word und PowerPoint-Präsentationen?

Referenzkunden
UelzenaTU BerlinSage bäurer GmbHHochschule für Technik und Wirtschaft BerlinFranz Schuck GmbHWMK Maschinenbau R. Wagner GmbHFOM Hochschule für Ökonomie und ManagementIVS GmbH