Controlling bei den Stadtwerken Zeulenroda
21.01.2019

Interview mit Detlev Lüke, Geschäftsführer Stadtwerke Zeulenroda

Freizeit und Tourismus liegen in den thüringischen Stadt Zeulenroda in den Händen der Stadtwerke Zeulenroda GmbH, einer 100%igen Tochter der Stadt. Geschäftsführer Detlev Lüke steuert in seinem Portfolio u.a. das jährlich von rund 200.000 Gästen besuchte Freizeitbad Waikiki, zwei Strandbäder am Zeulenrodaer Meer und eine See-Bühne für rund 1000 Besucher. Detlev Lüke verfügt über viele Jahre Erfahrung mit dem Bau und Betrieb von Freizeitbädern. Zu seinen wichtigsten beruflichen Stationen zählen das Tropical Islands, die TURM Erlebniscity und die Warner Bros. Movie World.

Herr Lüke, warum haben sich die Stadtwerke Zeulenroda für SWOT entschieden?

Lüke: Als ich im September 2018 die verwaiste Stelle als Geschäftsführer der Stadtwerke antrat, befanden sich die städtischen Behörden inmitten eines sehr schwierigen Fördermittelantrages zur Sanierung des Waikikis und es herrschte erheblicher Zeitdruck für die Vorlage. Ferner plante man bereits vor meiner Zeit, bereits Anfang Januar 2019 mit der Sanierung zu beginnen und das Bad zu schließen, - die Mitarbeiter waren bereits zum 31.12. gekündigt! Aber die Planungen der Architekten waren noch gar nicht soweit. So ereilte mich die dringliche Bitte des Stadtkämmerers möglichst schon gestern für den Haushalt 2019 eine Liquiditätsvorschau und G+V Rechnung zu liefern.

 Klingt, als hätten Sie aus der Hüfte schießen müssen.

Ja, und es war kein Wunder, dass mir da sofort SWOT wieder einfiel. Damit habe ich ja schon im Tropical Islands gearbeitet. Und binnen einer Woche konnte ich dem Aufsichtsrat und nachfolgend dem Stadtrat zumindest schon mal auf der Ebene "Unternehmen gesamt" (auf der Ebene von Kostenstellen wurde bisher gar nicht geplant und es gab bis dato nur DATEV-Zahlen und klassische BWAs) zeigen, was genau passieren wird, wenn die Anlage tatsächlich zum 31.12 oder aber ein Quartal später oder aber in 2019 gar nicht vom Markt genommen wird, bis die technischen Planungen wirklich abgeschlossen sind.

Und wie hat Ihr Aufsichsrat entschieden?

Die Anlage solange offen zu lassen, bis alles technisch sauber durchgeplant ist und wir auch für den Fördermittelantrag ein mehrjähriges und vor allem belastbares Finanz-Szenario zeigen können. Die Ministerien lassen sich bei ihren Entscheidungen über Fördermittelvergaben heute ja auch von branchenerfahrenen Beratern unterstützen, die ihrerseits über Benchmarks verfügen. Da kann man nicht aufs Geratewohl irgendwelche Zahlen in den Raum stellen. Da muss man schon ein stimmiges und nachhaltiges Konzept präsentieren. Wo sitzen die markanten Kostentreiber genau, wo kommen welche Deckungsbeiträge her? usw.

Worin sehen Sie den Vorteil von SWOT, also datenbankgestützten Datawarehouse-Lösungen, im Vergleich zu Excel & Co?

Entscheidend ist für mich die laufende Aktualisierung der IST-Werte, also aktuelle FIBU-Daten oder Daten aus dem Kassensystem oder Energieverbräuche. Die bauen Sie nicht mal eben schnell in Ihre Excel-Planungen ein. Natürlich mache ich aber die eine oder andere Nebenrechnung in Excel. Da muss jeder für sich seinen Weg finden. Hauptsache ist, dass man eine stimmige Datenlage hat und dass man auf dieser Grundlage auch kontinuierlich berichten kann.

Wir danken Ihnen für das Gespräch

 

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